Nachbericht zur Ausstellungseröffnung am 16. April 2026 in Graz
Es gibt Abende, an denen man das Gefühl hat: Hier passiert gerade etwas Wichtiges. Der 16. April 2026 war so ein Abend.
In der Galerie Zwischenbilder im Sozialamt Graz, Schmiedgasse 26, eröffneten culture unlimited und wir gemeinsam unsere Ausstellung „Role Models im Spiegel: Pionierinnen der Macht im Gesundheitssystem“ – ein Projekt, das Kunst, Fotografie, Literatur und reale Biografien zu etwas Besonderem verbindet: zur sichtbaren Würdigung von Frauen, die das Gesundheitssystem tragen, prägen und verändern.
Sieben Frauen. Sieben Wege. Ein gemeinsames Bild.
Die Ausstellung stellt Frauen in den Mittelpunkt, die in sehr unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens Verantwortung übernommen haben – oft leise, selten mit dem Rampenlicht, das sie verdient hätten:
Bianca Hofer leitet einen Haus- und Pflegedienst im Caritas Pflegewohnhaus Schloss Wasserleith. Angelika Mohr ist Landesleiter-Stellvertreterin der Bergrettung Steiermark. Andrea Hirschenberger war Generaldirektorin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse. Alexandra Fuchsbichler ist Präsidentin der Steirischen Apothekerkammer. Birgit Steiner-Zitzenbacher leitet Internationale Produktentwicklung bei Fresenius Kabi. Eva-Maria Adamer-König führt das Institut für Gesundheits- und Tourismusmanagement an der FH JOANNEUM. Und Coralee Meier ist ehrenamtliche Hospizbegleiterin der ersten Stunde.
Jede dieser Frauen steht für eine andere Facette von Führung im Gesundheitswesen. Gemeinsam bilden sie ein Panorama, das zeigt: Weibliche Führungskraft ist keine Ausnahme. Sie ist Realität – sie muss nur sichtbar gemacht werden.
Kunst als Spiegel
Sieben Künstlerinnen haben die Porträts dieser Frauen in Bilder, Texte und Kunstwerke übersetzt: Tanja Röhm, Gudrun Jöller, Karin Reinprecht, Nina Markart, Susanne Baumhakel, Zsuzsanna Szula und Farahnaz Davari. Die Fotografin Sabine Omann hat die Frauen in ihrer ganzen Präsenz eingefangen.
Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die nicht kommentiert, sondern begleitet – die zuhört und zurückschaut.
Diskussion: Zwischen Verantwortung und Belastung
Den Auftakt der Vernissage bildete eine offene Diskussionsrunde unter dem Titel „Zwischen Verantwortung und Belastung – wie sichtbar ist weibliche Führung im Gesundheitswesen?“, moderiert von Isabella Holzmann, Obfrau von culture unlimited.
Auf dem Podium: Elke Heinrichs (Gemeinderätin und biomedizinische Analytikerin), Andrea Hirschenberger, Eva-Maria Adamer-König und Katrin Fischer, Geschäftsführerin von FELIN.
Die Gesprächsrunde war ehrlich, persönlich und alles andere als theoretisch. Es wurde über das gesprochen, was Frauen in Führungspositionen oft alleine tragen: die doppelte Erwartungshaltung, das Sichtbarkeitsdilemma, die Frage nach Anerkennung in Systemen, die Führung noch immer häufig männlich denken. Und gleichzeitig über das, was möglich ist, wenn Frauen füreinander Türen öffnen.
Ein Anfang, kein Abschluss
Was an diesem Abend deutlich wurde: Die Ausstellung ist ein Anfang. Eine Einladung, hinzuschauen und weiterzudenken – für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, die selbst führen wollen oder die Role Models suchen, an denen sie sich orientieren können.
Die Ausstellung „Role Models im Spiegel: Pionierinnen der Macht im Gesundheitssystem“ ist weiterhin in der Galerie Zwischenbilder, Schmiedgasse 26 / 1. Stock, 8010 Graz zu besichtigen.
Du willst auf dem Laufenden bleiben?
Unsere kommenden Angebote richten sich an Frauen, die gestalten, wachsen und sich vernetzen wollen. Melde dich jetzt für unseren Newsletter an oder schreib uns direkt – wir freuen uns, dich dabei zu haben.
Fotocredit: Ulrike Rauch
Gefördert von Land Steiermark und Stadt Graz.




